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Selbsthilfefreundliches Krankenhaus

Theodor Maas 2015Der Selbsthilfebeauftragte, also auch der direkte Ansprechpartner für Selbsthilfegruppen ist Pfr. Theodor Maas.

 

Er steht in allen Fragen und Anregungen zum Thema Selbsthilfe und für die Betreuung oder Gründung von Selbsthilfegruppen im Medizinischen Zentrum zur Verfügung.

Sie erreichen ihn unter der Telefonnummer 0 24 05 - 62 35 81 oder 02405 - 62 7351 oder unter der Email Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

  Die Entwicklung des Selbsthilfegedankens  

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Das Medizinische Zentrum StädteRegion Aachen wertschätzt seit Ende 2008 in besonderer Weise die Arbeit mit Selbsthilfegruppen. Der Gedanke der Selbsthilfe an sich ist nicht neu. Erste Überlegungen hierzu fanden sich in der Diskussion schon vor 30 Jahren. Doch die Arbeit der Selbsthilfegruppen wurde von medizinischer Seite lange Jahre eher argwöhnisch betrachtet. Erst im Laufe der Jahre als Mediziner die Mündigkeit ihrer Patienten mehr in den Blick nahmen, und im Bereich Medizin der Dienstleistungsgedanke hinzukam, wandelte sich das Bild. Dabei ist die Selbsthilfe älter als die Medizin. Längst bevor die Medizin auf heutigem Niveau angelangt war, suchten erkrankte Menschen nach Erfahrungen ähnlich betroffener und forschten nach Hilfen zur Linderung körperlichen und seelischen Leids. Heute, wo die Medizin einen ernorm hohen Standard erlangt hat, ist diese ursprüngliche Form der Selbsthilfe immer noch aktuell und wird zunehmend professioneller. Längst gibt es von der Politik initiierte oder unterstützte Selbsthilfestellen. So im Bereich der StädteRegion Aachen das Selbsthilfebüro in Eschweiler oder die Aachener-Kontakt-und-Informationsstelle-für-Selbsthilfegruppen (AKIS).

 

  Der Selbsthilfebeauftragte des Medizinischen Zentrums

Mit der Benennung des Selbsthilfebeauftragten, Herrn Pfarrer Theodor Maas, dessen Leitgedanke ein menschenfreundliches Krankenhaus ist, hat nun das Medizinische Zentrum StädteRegion Aachen einen offiziellen Ansprechpartner für Selbsthilfegruppen. Herr Maas leitet seit Jahren eigene Selbsthilfegruppen, z.B. für die Angehörigen Demenzkranker, für Parkinsonpatienten und ihre Familien, oder für Menschen in Trauer. Von daher kennt er aus eigener Erfahrung die Bedürfnisse und Möglichkeiten von Selbsthilfegruppen und auch die Chancen, die ein Krankenhaus in der Arbeit mit diesen Gruppen wahrnehmen kann.  

Selbsthilfe arbeitet mit trotz Krankheit noch verbliebenen Ressourcen. Denn nicht nur ärztliche Kunst trägt zur Genesung oder Linderung einer Erkrankung bei, sondern u.a. auch die Form des Umgangs mit ihr. Menschen, die aufgrund einer spezifischen Beeinträchtigung eine Selbsthilfegruppe gründen oder sich einer bestehenden anschließen, schlagen einen guten Weg ein, aktiv mit den Belastungen ihrer Krankheit und den trotz allem noch verbliebenen Möglichkeiten umzugehen. Sie profitieren damit von den Erfahrungen und Kenntnissen anderer, die in ähnlicher Weise betroffen sind. So werden sie mehr und mehr zu „Spezialisten" ihrer Krankheit und können wiederum ihr Wissen und ihre Erkenntnisse an „Neulinge" weitergeben.

   Der Vorteil für den Arzt

Das Medizinische Zentrum StädteRegion Aachen ist der Ansicht, dass auch der Arzt, der in der Regel zwar die Krankheit diagnostiziert, aber sie nicht aus eigener Betroffenheit kennt, durch die Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe auch ein besseres Verständnis für „seine" Patienten entwickelt. In diesem Sinne können beide –Patienten und Ärzte– in einem selbsthilfefreundlichen Krankenhaus sich in Wissen und Erfahrung zu gegenseitigem Nutzen – und damit zum Wohl des Patienten ergänzen.

  Die Selbsthilfe im Krankenhaus

Mittlerweile arbeiten über 63 Selbsthilfegruppen erfolgreich mit dem Medizinischen Zentrum zusammen. Und die Tendenz ist steigend. Damit ist das Medizinische Zentrum das erste Krankenhaus der Region, das den Selbsthilfegedanken in dieser Form konsequent umgesetzt hat und weiter ausbaut. In den Eingangshallen und Wartezonen, sowie auf den Stationen sind Prospekthalter angebracht, die über die Angebote der Selbsthilfegruppen informieren. Dieses – sowie die Erstellung eines Flyers, der jedem Patienten in die Begrüßungsmappe beigelegt wird – konnte dank der Unterstützung der Knappschaft Bahn See zügig umgesetzt werden. Ein eigens für die Qualität der Arbeit mit Selbsthilfegruppen gegründeter Qualitätszirkel, bestehend aus Vertretern von Selbsthilfe, Pflege und Ärzteschaft, sorgt für Kontinuität und Aufrechterhaltung von Selbsthilfestandards. 

Selbsthilfe-Logo

 Selbsthilfefreundliches Krankenhaus – Qualitätskriterien 

Die Medizinisches Zentrum StädteRegion Aachen GmbH erkennt an, dass Selbsthilfegruppen (SHG) als eigenständige Anbieter auf der Basis von Selbstbetroffenheit und Ehrenamtlichkeit einen aktiven Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung leisten und arbeitet auf der Grundlage dieses Verständnisses mit ihnen zusammen.

Für das Medizinische Zentrum (MZ) sind die Kommunikation mit den Selbsthilfegruppen und das Feedback, das es von ihnen erhält, Elemente seiner eigenen Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung.

Das lässt sich an folgenden Dingen erkennen:

1. Das Ziel, mit Selbsthilfegruppen und dem Selbsthilfebüro des Kreises Aachen zu kooperieren, ist von der Leitung des Medizinischen Zentrums beschlossen und allen Mitarbeitenden bekannt.

2. Die Geschäftsführung des Medizinischen Zentrums hat Pfr. Theodor Maas als unmittelbaren Ansprechpartner für Selbsthilfegruppen und das Selbsthilfebüro des Kreises Aachen ernannt. Er verfügt über eine Übersicht der örtlichen, mit dem MZ zusammenarbeitenden Selbsthilfegruppen, entwickelt gruppenspezifische Möglichkeiten der Selbsthilfeunterstützung und begleitet unterstützend die praktische Durchführung der Zusammenarbeit mit dem MZ bzw. seiner einzelnen Abteilungen.

3. Zwischen dem Selbsthilfebüro des Kreises Aachen, Vertretern der Selbsthilfegruppen, der Pflege und der Ärzteschaft findet in einem regelmäßigen Qualitätszirkel ein Erfahrungsaustausch über die Zusammenarbeit und Möglichkeiten ihrer Optimierung statt. Der Vorsitzende des Qualitätszirkels ist Pfr. Maas.

4. Das Medizinische Zentrum stellt den Selbsthilfegruppen kostenfrei Räume zur Nutzung zur Verfügung. Die Selbsthilfegruppen erhalten auf Wunsch die Möglichkeit, eigene Informations- und Gesprächsangebote bzw. andere Formen von Angeboten für PatientInnen zu machen.

5. Allgemeine Informationen über Selbsthilfegruppen werden im Foyer und abteilungsspezifisch auf den Stationen ausgelegt, im Intranet Mitarbeitenden zugänglich gemacht und im Internet bzw. in anderen Medien veröffentlicht.

6. Bei der Vorbereitung und Durchführung von Patientenseminaren und Informationsveranstaltungen werden Selbsthilfegruppen eingeladen und auf Wunsch beteiligt.

7. Vertreter der Selbsthilfegruppen erhalten Gelegenheiten, an Fortbildungsveranstaltungen des Medizinischen Zentrums teilzunehmen. Berufsgruppen in unmittelbarem Patientenkontakt erhalten Fortbildungen zur Selbsthilfe und den Möglichkeiten örtlicher Selbsthilfegruppen.

8. Die Medizinisches Zentrum StädteRegion Aachen GmbH steht über den Selbsthilfebeauftragten, Pfr. Theodor Maas, mit den einzelnen Gruppen in einem regelmäßigen Austausch über Versorgungsangebote und ihre erkrankungsspezifischen Optimierungsmöglichkeiten und diskutiert diese mit den jeweiligen leitenden Stellen. Insofern sind die Selbsthilfegruppen am Qualitätssicherungsprozess des Medizinischen Zentrums beteiligt.

9. Auf die Möglichkeit, an Selbsthilfegruppen teilzunehmen, wird spätestens im Entlassungsgespräch hingewiesen.

10. Sollte noch keine entsprechende Gruppe existieren, hilft Pfr. Maas in Kooperation mit dem Selbsthilfebüro der StädteRegion bei der Gründung einer solchen.

Verabschiedet im Qualitätszirkel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ an der Medizinisches Zentrum StädteRegion Aachen GmbH am 28.05.2009.

 

 

 

 

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